Slowenien mit dem Auto: So funktioniert das Vignettensystem
Kein Aufkleber, kein Papierkram – nur Kennzeichen und Kamera. Das bedeutet es für Ihre Reise.
Auf den ersten Blick ähnelt Sloweniens Vignettensystem dem österreichischen – beide berechnen die Autobahnnutzung –, technisch funktionieren sie aber unterschiedlich. Während Österreich noch die Klebevignette an der Windschutzscheibe verwendet, prüft Slowenien elektronisch und liest Ihr Kennzeichen, wenn Sie an den Kameras entlang der Autobahn vorbeifahren. Es gibt nichts anzukleben, nichts später abzuziehen und außer der Kaufbestätigung keinen Nachweis, den Sie im Auto mitführen müssten.

Das System gilt für das Autobahnnetz, das Ljubljana, die Küste und die wichtigsten Grenzübergänge nach Italien, Österreich und Kroatien verbindet. Auf normalen Straßen gilt es nicht – wer also die langsamere Route über Land statt die Autobahn nimmt, braucht keine.
Unterschätzt wird meist, wie viel einer kurzen Transitstrecke tatsächlich über Mautstraßen führt. Wenn Sie beispielsweise nur auf dem Weg nach Kroatien durch Slowenien fahren, liegt die Annahme nahe, dass sich für ein so kurzes Stück keine Vignette lohnt – ein großer Teil davon ist jedoch Autobahn. Die Route vorher zu prüfen statt zu schätzen erspart die unangenehme Überraschung eines Bußgelds im Nachhinein.